…und nun “Geschlossene Ortschaft”

Eigentlich war mehrheitlich gewollt, dass nur für den unmittelbaren Bereich vor dem Dorfgemeinschaftshaus mit dem angegliederten Kinderspielplatz eine Tempobegrenzung ausgewiesen wird. Nun ist gleich eine Beschilderung als “Geschlossene Ortschaft” daraus geworden, dort, wo die Straße einen beidseitig bebauten Eindruck vermittelt. Da freut sich die Finanzverwaltung beim Kreis, denn in geschlossenen Ortschaften gilt wie überall Tempo 50 und die Kreisstraße ist wieder eine “Dorfstraße” geworden, zumindest in der Mitte.

Die geschlossene Ortschaft ist ein feststehender Begriff der deutschen Straßenverkehrsordnung und beschreibt den räumlichen Zusammenhang von (Wohn-)Häusern. Der Begriff dient dazu, diesen Bereich von der freien Strecke abzugrenzen und darin eigene Verkehrsregelungen aufzustellen. Dem Verkehrsteilnehmer wird der Anfang und das Ende der geschlossenen Ortschaft mit Hilfe einer gelben Ortstafel angezeigt. Davon abweichende Beschilderung hat keine rechtliche Verbindlichkeit. Im Verwaltungs-Deutsch heißt das, dass eine „geschlossene Bebauung auf einer der beiden Seiten der Straße für den ortseinwärts Fahrenden erkennbar beginnt“. Eine geschlossene Bebauung liegt vor, „wenn die anliegenden Grundstücke von der Straße erschlossen werden“.

 

Innerhalb geschlossener Ortschaften werden sich die Anwohner an folgende, besondere Regelungen gewöhnen müssen:

  • Im Gegensatz zu außerhalb darf innerhalb einer geschlossenen Ortschaft auf Vorfahrtsstraßen geparkt werden.
  • Verbot des regelmäßigen Parkens mit LKW über 7,5 t zulässiges Gesamtgewicht sowie Anhänger über 2 t zulässiges Gesamtgewicht in reinen und allgemeinen Wohngebieten 
  • Unnützes Hin- und Herfahren innerhalb geschlossener Ortschaften ist verboten, wenn Andere dadurch belästigt werden.
  • Beim Parken während der Dunkelheit genügen Parkleuchten.
  • Die Absicht des Überholens darf nicht durch Hupe oder Lichthupe angekündigt werden.

Eines sollte vorsorglich deutlich gesagt werden: auch diejenigen, die außerhalb der geschlossenen Ortschaft, aber noch in Adolphsdorf wohnen, dürfen die Straße weiterhin befahren.

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