Langweilige Bundestagswahl, erstaunliches Ergebnis

Noch sind alles nur Spekulationen. Um die nächste Bundestagswahl muss man sich allerdings Sorgen machen. Sorgen nicht wegen der Durchführung der Wahl, aber wegen der Figuren, die da die höchsten Ämter der Bundesrepublik besetzen wollen. Es ist höchst wahrscheinlich, dass sich die beiden Volksparteien CDU und SPD auf Augenhöhe zwischen 10 und 20 Prozent der Stimmen bewegen. Dabei ist es unerheblich, ob Herr Scholz mit Wumms agiert oder der Karnevalsprinz Laschet  wieder kluge Töne von sich gibt. Festzuhalten wird sein, dass die beiden Volksparteien nicht mal zusammen mehr das Volk vertreten.

Der Lindner-FDP hängt immer noch nach, dass diese Partei ihr Fähnchen in den Wind hängt und sich ewig als “Juniorpartner” andient, kreativ zwar, aber immer auch stereotyp.

Die Linke wird gebraucht, damit Deutschland nicht vollends dem Kapitalismus anheim fällt und endlich auch das Soziale wieder stark vertreten wird. Aber das linke Spektrum zerbröselt, auch wenn in einigen Bundesländern frischer, linker Wind weht. Aber von der Mitte ist Links zu weit entfernt.

Man muss sich aber fragen, wo ist denn die Mitte, wo ist das Rückgrat der Gesellschaft. Die Mitte ist der Teich, in dem die AfD fischt. Still und heimlich, ohne anzuecken, den rechten Rand zunächst noch im Zaum haltend und mit viel Sympathie für die Zukurzgekommen und Vergessenen dieser Republik. Übrigens, wohl auch für die Menschen, die noch im Großdeutschen- oder im Kaiserreich leben. Die AfD ist eine Größe mit vielen Fragezeichen.

Die kommende Bundestagswahl wird die langweiligste Bundestagswahl seit langer Zeit, aber wohl auch die mit den erstaunlichsten Ergebnissen.

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