“Begrüßungsaufsteller” für Worpswede

Worpswede möchte seine Besucher mit vier Installationen (“Torfkahnsegel”) an den Eingängen der Ortschaft begrüßen, sog. “Begrüßungsaufsteller”. Das Projekt ist seit langer Zeit im Gespräch. Mittlerweile hat sich eine Arbeitsgruppe aus Ehrenamtlichen gebildet, denen Politik und Verwaltung die Planung überantwortet haben. Nun kam man überein, dass rund 4,50 Meter hohe Torfkahnsegel an den Straßen aus Hüttenbusch, Osterholz, Grasberg und Lilienthal aufgestellt werden sollen. Zu hoch, statisch zu unsicher und an den geplanten Stellen nicht mit der Verkehrssicherheit zu vereinbaren, fand der Landkreis und kassierte die Pläne.

“Willkommen im schönen Worpswede” soll nun etwas vom Ortseingang weg auf die Wiese der Stiftung Worpswede wandern. An der Bremer Landstraße muss man sogar auf privaten Grund ausweichen, sofern der Eigentümer mitmacht.

Eigentlich ist das eine gute Sache, denn Worpswede hat etwas zu bieten. Die Bergstraße ist zum Beispiel ein Juwel, das kein anderer Ort in Nah und Fern vorweisen kann. Mich verwundert es um so mehr, dass das schöne Straßenpflaster der Bergstraße, der Haupt-Touristenmeile, vor einem Neubau gegenüber dem Parkplatz Bergstraße einfach als Einfahrt überteert bzw. asphaltiert wurde,  und nichts passiert. Wenn jetzt, wie in Grasberg’s City in weiten Teilen die Anwohner für die Straßenreinigung, für Grasstreifen, Müllentsorgung und das Schneefegen zuständig sein sollten, dann könnte das noch lustig werden. Der Mensch ist nun mal bequem, Straßenanlieger sind es auch.

Begrüßungsplakate, vielleicht sogar teure Installationen, an den Ortseingängen lösen allerdings die echten Probleme Worpswedes nicht: Schwimmbad, Verkehrsdramen vor der MusicHall, Ortsdurchfahrt oder Umgehung, Zustand der Radwege usw.

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