Gewerbegebiete gegen Wohnqualität

Das vom Grasberger Planungsausschuss befürwortete neue Gewerbegebiet an der Wörpedorfer Str. stößt bei vielen Anwohner des Wiesendamms auf Skepsis. Warum betreibt eine kleine Gemeinde wie Grasberg einen derartig großen Flächenverbrauch, inklusive Versiegelung des Bodens? Eine Vergrößerung des derzeitigen AKTIV-Marktes mag aus Sicht der Eigentümer vielleicht wünschenswert sein, aus Sicht der Kunden ist das jedoch nicht zwangsläufig der Fall. Selbst für den alten Standort gegenüber des “Grasberger Hof” ist – nachdem kurzfristig NP dort Erfahrungen machen musste – kein Interessent gefunden worden. Und das, obwohl dieser Standort auch für ältere Menschen zu Fuss gut zu erreichen gewesen wäre.

Warum auch sollte Anwohner am Wiesendamm die schöne Aussicht genommen werden, wo ein nennenswerter Zugewinn bei den Gewerbesteuer-Einnahmen nicht zu erwarten ist? Grasberg wird auf lange Sicht soetwas wie ein familienfreundlicher, aber schlafender Vorort von Lilienthal oder auch Bremen sein. Visionäre behaupten, das werde auch so bleiben bis die Strassenbahn Linie 4 bis zum Grasberger Kreisel verlängert wäre.

Gewerbegiete sind vorhanden und es werden Häuser und Wohnungen gebaut, wobei manche Neubausiedlung eher unüberlegt in die Landschaft gestellt wirkt und wohl auch zukünftige Leerstände schafft. Ob Grasberg es schafft sich durch die Neubauten direkt am Kreisel ein beachtetes Gesicht zu geben, muss wohl bis zur Eröffnung der Gebäude dahingestellt bleiben.

Dazu ein Bericht in der Wümmezeitung

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