Was wird aus dem Antennenfernsehen (DVB-T2)?

2030 endet die Zuweisung der UHF-Frequenzen zwischen 470 und 694 MHz für DVB-T2HD. Das allein ist schon einmal ein Hammer, denn damit steht der ganz normale Fernsehempfang über die Antenne (DVB-T2 HD) zumindest zur Disposition. Das könnte bedeuten, dass die gerade angeschafften DVB-T2 HD – Fernseher zu Elektroschrott werden. Man kennt das ja aus 2017. Die Umstellung vom normalen DVB-T auf DVB-T2 HD war zwar einige Zeit vorher angekündigt und DVB-T-Geräte wurden bis zuletzt verkauft, aber nach dem Umschalttag standen trotzdem viele Menschen vor Problemen. Wohl niemand hat mehr Lust auf irgendwelche Settop-Boxen als Zwischen- oder Notlösung. So sollte die viel gerühmte digitale Dividende nicht aussehen.

Der Mobilfunk bzw. diejenigen, die damit Geld verdienen, möchten auch noch die restlichen UHF TV-Frequenzen unter ihre Fuchtel bringen. Es gibt angeblich einen„erhebliche Frequenzbedarf“ des Mobilfunks. Es geht dann, 2030, nicht um die UHF-Verwendung, sondern um die Verteilung dessen, was vom Tisch des Mobilfunks abfällt. Die Bundesnetzagentur (BNetzA) rechnet damit, dass der Bedarf „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ die vorhandenen Möglichkeiten überschreitet! Und, man kennt das ja, im Zweifel wird eben dem Zuschauer zugemutet sich wieder neue Geräte anzuschaffen.

Ein möglicher Ausblick ist: wir hängen alle im 5G-Netz, Fernsehen aus der Luft (über die bewährte Antenne) gibt es nicht mehr. Dafür gibt es Funknetze oder starkes WLAN. Und dann wird gestreamt. Wir dürfen zahlen.

Ob dann aber die “Haushaltsabgabe” (früher GEZ) Bestand haben kann, bleibt abzuwarten. Wer keine Möglichkeit hat Streamingdienste zu empfangen, kann eben nicht fernsehen. Die dann alten Flachbild-Fernseher können dann bestenfalls noch bei der Wärmedämmung eingesetzt werden. Zu sehen gibt es damit nichts mehr. Machen dann ARD und ZDF nur noch Radio?

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