Da macht man sich ja doch Gedanken ….

Ich bin der festen Überzeugung, dass ich etwa Mitte März eine Corona-Infektion erlebt habe. Diese lief erfreulicherweise mit geringen Symptomen ab und, bis auf den zeitweisen, immer noch andauernden Verlust des Geruchsinns, blieb nichts zurück. Ich würde gern Klarheit haben und mich mal testen lassen. Aber ich habe keine nachgewiesenen Kontakte und auch keine Symptome. Auch bin ich nicht bereit für einen Test 90 Euro auf den Tisch des Hauses zu legen, nur um zu erfahren, was ich bereits seit langem vermute. Es gibt eine Basisimmunisierung bei mir. Selbstverständlich trage ich Maske, wenn es darauf ankommt, und ich halte Abstand.

Merkwürdig ist aber die Sache mit dem Geruchssinn. Mal ist er da, mal ist er komplett weg. Oft ist er da, aber irgendwie stimmt die Welt nicht. Die von mir wahrgenommenen Gerüche haben sich verschoben: Bratkartoffeln riechen nach Holunder, frische Landluf riecht wie verbleite Autoabgase. Erbsensuppe schmeckt nach irgendetwas zwischen Schokoeis und Schuhcreme und so geht es weiter. Kaffee, mein Suchtmittel Nummer eines, schmeckt nach nix und duftet nach Bohnerwachs oder Quecksilber. Manchmal eckellig.

Gibt es soetwas wie eine Geruchsverschiebung? Das möchte ich eigentlich mal einen Arzt fragen. Oder ist das alles nur eine zeitweise Geschmacksverirrung? Wie gesagt, die Geschmacksnerven leben auch in dieser verdrehten Welt.

Aber sonst ist alles ok.!

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