ZDF bleibt bei Standard-Bildauflösung

Das ZDF läßt seine Programme ZDF, ZDFinfo und ZDFneo weiterhin in MPEG 2 mit der Standard-Bildauflösung über Astra-Satelliten verbreiten. Die Partnerschaft wurde verlängert, teilt Astra mit, ohne eine Laufzeit zu nennen. Das ZDF gibt damit die gemeinsame Strategie mit der ARD auf. 

Laut Astra „empfangen nach wie vor insgesamt sechs Millionen Zuschauer ihre Programme in Deutschland ausschließlich über SD-Signale“. Dieses Publikum zu erreichen sei für das ZDF „von strategischer Bedeutung“, erläutert ZDF-Produktionsdirektor Michael Rombach. Auch die Privatsender setzen auf die schlechtere Bildauflösung als „Dampfmaschine“ ihres Zuschauerpotenzials. Frage: Und was wird mit 3SAT?

Die ARD hatte im Februar angekündigt, ihre Gemeinschaftsprogramme DasErste, Tagesschau24, One und ARD Alpha in Standard-Bildqualität am 12. Januar 2021 via Sat abzuschalten. Der Vertrag mit Astra wurde nicht verlängert, was mit den Kosten begründet wurde. Arte hatte sich dem angeschlossen.

Wenn es dabei bleibt, dann werden alle bislang üblichen TV-Programme (ZDF und Private) ab dem 12. Januar n. J. weiterhin in der Standard-Bildqualität zu sehen sein. Lediglich die ARD-Programme wie das ERSTE, Phoenix, ONE, tagesschau24, die Dritten und ARD Alpha werden ausschliesslich in HD zu empfangen sein. Das wird kein Beinbruch sein, denn halbwegs moderne Empfänger decken auch die HD-Sender ab, möglicherweise aber ist ein neuer Sendersuchlauf nötig.

Für Menschen, die wie ich, viel auf einen USB-Stick aufzeichne (PVR) ist das sogar eine gute Nachricht. In SD aufgezeichnete Sendungen benötigen nur ein Viertel des Speicherbedarfs einer HD-Sendung – und der Qualitätsunterschied ist für den Normalverbraucher nicht unbedingt entscheidend.

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