Tafeln werden gebraucht

Diese Information kommt irgendwo “aus den unendlichen Weiten des Internets”, will sagen: man kann es nicht überprüfen. Aber nach eigener Beobachtung ist das wohl so.Es versteht sich von selbst, dass die Tafeln zunächst ihre Mitarbeitenden schützen und nicht einem unkalkulierbaren Risiko aussetzen dürfen. Schliesslich sind alle Mitarbeitenden ehrenamtliche Helfer, die ihre Zeit zwar gern opfern, aber nicht auch noch ihre Gesundheit.

Aber, und das ist unverständlich, die Tafeln sind ein fest etablierter Teil des sozialen Hilfesystems und Sozialhilfestellen in den Rathäusern und Ämtern verweisen Hilfeempfänger gern an die Tafeln. Die Lebensmittel der Tafeln sind de facto fest eingepreist in die Hilfen zum Lebensunterhalt und in besonderen Lebenslagen. Es wäre also an der Zeit, wenn die Träger der sozialen Hilfen sich nicht nur mit Minibeträgen an den Leistungen der Tafeln beteiligen würden. Gerade in den Zeiten des kompletten Corona-Closedowns sind Menschen auf die Tafeln angewiesen, genau wie andere Menschen auf offene Supermärkte und Discounter angewiesen sind. Bei den “Kunden” der Tafeln geht es nicht um Einkaufwagen voller Klopapier, sondern tatsächlich um die Existenz. Ich tue mich sehr schwer damit Menschen, die auf die Hilfen der Tafeln angewiesen sind, als “Kunden” zu bezeichnen. Denn: Kunden haben die Wahl. Die Kommunen täten Gut daran dafür zu sorgen, dass die Tafeln ohne finanzielle Sorgen schnell wieder öffnen und die Spendentätigkeit aufrecht erhalten können.

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