Freenet connect als künftiger Gewinner?

Da ist eine interessante Idee, vorläufig nur als Denkansatz, im Umlauf. Über DVB-T2 hat Freenet Probleme Kunden bzw. Abonnenten für die kostenpflichtigen Angebot von RTL, SAT1 & Co. zu gewinnen. Die Kunden legen nicht unbedingt Wert auf ein Fernsehbild in HD (hochauflösend) und sind nicht bereit dafür Geld auszugeben. Das ist möglicherweise beim SAT-TV ganz anders. Über Satellit sind die Privaten verpflichtet bis 2022 zumindest bei der Standardauflösung zu bleiben.

Nun gibt es aber Freenet connect über Hbbtv, für das fast jeder moderne, internetfähige Fernseher ausgestattet ist. Hier sind bereits einige gern gesehene “Zusatz”-Programme wie z.B. CNN, SPIEGELTV, Kabel Doku, TLC usw. in Standard-Auflösung zu empfangen. Diese Programme sortieren sich nach einem Suchlauf über Antenne ganz selbstverständlich in die Senderliste ein. Nicht selten kommen so rund 50, frei empfangbare TV-Programme zusammen. Die Überlegung ist nun, dass Freenet auch die privaten Sender wie RTL, SAT1, Pro7, Vox usw. über die Hbbtv-Plattform kostenlos anbietet – in einfacher Auflösung wohlgemerkt. Die Sender hätten auf einen Schlag eine höhere Reichweite und könnten die Zuschauer für ihre kostenpflichtigen Angebote in HD-TV interessieren.

Die Gewinner des Wettbewerbs um die Gunst der Zuschauer sind Satellit und Streaming, aber auch das Antennenfernsehen schlägt sich wacker, weil viele menschen auf die kostenpflichtigen Privaten durchaus verzichten können. Der große Verlierer ist das Kabel-TV, zu teuer, zu wenig Programme.

Wenn Freenet sein Hbbtv-Angebot weiter ausbaut und attraktiver macht, dann wäre das u.U. ein rasanter Anschub für die Geräterhersteller. Die Geräte müssen internetfähig sein und mit allen TV-Normen umgehen können. Ein sog. Triple-Tuner ist ohnehin selbstverständlich.

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